Männerriege: Herrliche Skitage im Hasliberg
Es ist ein Privileg im Alter, dass man die Skitage auf die Arbeitstage verlegen kann, wo die Pisten viel weniger dicht «bewohnt» sind. Bereits in der Frühe traf man sich daher am Donnerstag nach individueller Hinfahrt im Hotel Panorama, wo Organisator Noldi Eichenberger Kaffee und Gipfeli bestellt hatte. Und schon fast mit der ersten Bahn ging es hoch ins Skigebiet, das sich von seiner besten Seite zeigte. Immer wieder konnten auf den Liften die dominanten Gipfel der Berner Alpen bewundert werden. An der wärmenden Sonne konnte der Apéro auf der Balisalp genossen werden und für das Mittagessen war die Galerie im heimeligen Restaurant Käserstatt reserviert. Der herrlich sonnige Skitag ging mit dem verdienten Feierabend-Bier auf der Mägisalp zu Ende. In der Hotel-Bar konnte man sich im Buch von Hanspeter Wenger einen Überblick verschaffen, wie er das Hasliberger Skigebiet mit seinen Bahnen vor dem Konkurs gerettet und über 60 Millionen investiert hat.
Nach dem Zimmerbezug und dem aus der Riegenkasse offerierten Apéro gab es ein feines Nachtessen. Und mit dem überaus freundlichen Bar-Kepper Gabor vergingen die gemütlichen Stunden nur all zu schnell. Es war gelebte Gastfreundschaft. Plötzlich standen die drei Hotelfahnen auf Sturm und man diskutierte; Was wird wohl der heftig aufkommende Fön draussen bringen? Entsprechend schnell wurden eifrig die verschiedenen Wetter-Apps studiert. Je nach konsultiertem App waren die Aussagen zu den Prognosen entsprechend unterschiedlich, bevor Bettruhe verordnet wurde. Die grosse Gondel-Bahn von Meiringen hinauf fuhr eindrücklich über den Sitzplatz auf der Zimmerterrasse.
Am Morgen war der «Spuck» vorbei, aber die aufkommenden Wolken kündigten den Wetterumsturz an. Man liess sich daher etwas mehr Zeit, das reichhaltige Morgen-Buffet zu geniessen. Anschliessend wurden die Stationen Bidmi, Mägisalp sowie Käserstatt mehrmals angepeilt und natürlich auch die abwechslungsreiche Piste vom Alpen tower wurde in der homogenen Gruppe immer wieder befahren. Der aufkommende Schneefall trübte die Freude am Skifahren in keiner Weise. Wiederum Frühschoppen und Mittagessen durften natürlich nicht fehlen, bevor es dann noch einmal auf die letzten Abfahrten ging. Man war stets zügig, aber kontrolliert unterwegs. Durch den Kunstschnee war die Abfahrt bis ins Reuti wiederum möglich und man verabschiedete sich in der Hotel-Bar sehr zufrieden ins verdiente Wochenende. Zwei herrliche und unfallfreie Skitage bleiben in bester Erinnerung. Und die Witzeinlagen des kleinsten Teilnehmers munterten die gemeinsamen Stunden auf. Auch in Erinnerung bleiben wird, dass eine Person mit den Skischuhen seiner Ehefrau angereist ist und dass jemand erst auf der Skipiste merkte, dass der Hotel-Zimmerschlüssel noch in seinem «Hosen-Bumper» steckte. Unterschiedlich waren die Meinungen: Ob die Vorfreude, die aufkommende Ferienstimmung oder das Alter dafür verantwortlich sind, blieb entsprechend jedem Einzelnen überlassen.